Verfasst am: Sa 20.März 2004 16:09 Titel: Fit und Gesund, Körperfettwaagen für den Hausgebrauch oft
Fit & Gesund, Körperfettwaagen für den Hausgebrauch oft zu ungenau
Köln (dpa/gms) - Messergebnisse von Waagen, die neben dem Gewicht auch den Körperfettanteil bestimmen, sind mit Vorsicht zu genießen. «Der Wert ist abhängig davon, wie viel Wasser sich im Körper befindet», sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule.
Wer etwa zum Beispiel körperliche Verausgabung Flüssigkeit verloren hat, besitze einen niedrigeren Körperfettanteil als jemand, der gerade vom Frühstück kommt. «Auch das Messen zur immer gleichen Uhrzeit ist nicht sinnvoll, denn der Wasserhaushalt reguliert sich über Tage.»
Genauer als die so genannte Impedanzmessung im Badezimmer sind laut Froböse beispielsweise Abstandsmessungen, bei denen Experten die Dicke der Schicht zwischen Oberhaut und Knochen ermitteln. In vielen Fitness-Studios werde die «Caliper-Methode» angewendet. Dabei wird mit speziellen «Fettmesszangen» die Dicke von Hautfalten gemessen.
«Letztlich braucht diese Messungen aber niemand», urteilt Froböse. Im Normalfall reiche ein Spiegel völlig aus. Ohnehin sei es wenig sinnvoll, ein Idealbild anzustreben, bei dem der Körper fast nur noch aus Haut, Muskeln und Knochen besteht. «Fette sind unsere größten Energiespeicher. Die brauchen wir beispielsweise, um bestimmte Vitamine aus der Nahrung verwerten zu können.» Es gehe vor allem darum, dass das Körperbild stimmt und kein Übergewicht besteht. «Zehn Prozent Körperfett mehr oder weniger sind da nicht entscheident.»
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